Tourenbericht   DAV-Tour  2.-3. März 2002 in St.Antönien

Da der Vergaldener Hof in Gargellen ausgebucht war, musste die Tour kurzfristig nach St.-Antönien/Prättigau ( Berghaus Alpenrösli) verlegt werden.
Der Wetterbericht versprach Schnee und Wolken für Samstag u. Sonne für Sonntag,  und so reisten wir (Reinhard S., Suse P., Margrit L., Gaby L;.Andreas und Bärbel S. und Tourenführer Wolfgang B.) mit 2 PKWs ab dem Bahnhof Nussdorf (günstiger Treffpunkt) erst um 12°°Uhr gegen Landquart.
Bei anhaltendem Schneetreiben stiegen wir ab dem Autoparkplatz (s.Karte) zum Alpenrösli mit kleinem Gepäck auf (ca 1,5h). Ein Hüttenschlafsack war notwendig, ansonsten war alles vorhanden und sehr gemütlich im Lager und auch in den Gasträumen.
Am Sonntag war das Wetter sehr launisch; um 7 Uhr war noch alles bewölkt, Schneetreiben und windig, gegen 9 Uhr Aufklarung, Windstille und sogar einzelne Sonnenstrahlen.
Aufgrund des über Nacht gefallenen Neuschnees (ca.25cm), beschlossen wir, die lawinensicherere Tour zum Schafberg statt zur Rotspitze zu gehen.
Der Anstieg über  Brunnenegg war zunächst steil und führte dann sanft unter den Südabstürzen der Sulzfluh hinüber zur Garschinafurgga und zur Garschinahütte.
Uns verwunderte beim Blick auf den Gemschtobel der rege Andrang von Skitourengängern, die trotz gewisser Lawinengefahr den Aufstieg angingen.
 Nach einer kleinen Brotzeit  an der Hütte, ging es leicht bergab und dann zum Gipfelhang des Schafbergs (2456m), den man am Schluss über die steile Schulter unschwierig erreichte. Leider war das Wetter wieder ungünstiger und der ersehnte Gipfelblick fiel aus.
Im dichten Nebel traten wir die Abfahrt an und mußten allerdings nach einem kleinen Abstecher im Gelände (teilweise "Blindflug") wieder auf die ursprüngliche Aufstiegsspur zurück. Der Schnee, im Gipfelhangbereich noch pulvrig,  wurde zusehends schwerer und unendlich tief.  Stürze und Ausbuddeln waren Schwerstarbeit, aber mit freundlicher Damenhilfe zu meistern.
Nach einem kleinen Einkehrschwung im Alpenrösli ging es wieder entlang des Fahrwegs  zum Parkplatz und durchs tief verschneite St.Antönien zurück nach Überlingen.
Mein Kompliment an alle Teilnehmer, die trotz widriger Wetterbedingungen die Tour trotzdem angingen, nach zeitversetztem Anstieg den Gipfel alle erreichten (ca 915 HM)  und sich dann bei Nebel und schwerem, tiefem Neuschee mehrere Steilhänge nach unten kämpften.
Mein Dank an Reinhard S., der viele Passagen der Tour souverän führte und im schweren Neuschnee spurte.
Mir hat die Tour im tiefsten Winter  viel Freude gemacht und so mancher Lichtblick am Sonntagmorgen war stark beeindruckend .
 

                                                                                                                                                      Üb., d. 04.03.2002  w.b.
 
Karte swissmap 50td mit Skitour Schafberg 
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